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Es handelt sich um eine Reflexerscheinung. Die Funktion von Prostata, Samenleiter, und Bläschendrüsen wird durch die Reizung der erogenen Zonen ausgelöst. Durch die Ansammlung der Samenflüssigkeit (Spermatozoidenbläschen) wird auf die Wand des die Prostatadrüse durchquerenden Teils der Harnröhre ein Druck ausgeübt. Der Samenerguss erfolgt, sobald eine bestimmte Druckschwelle erreicht ist.
Der hier schematisch dargestellte Mechanismus wird ausserdem durch von der psychischen Funktion gesteuerte chemische Interaktionen beeinflusst, welche sich auf das Tempo des Ejakulationsprozesses auswirken. So wird durch übermässige Sympathin- und Adrenalinproduktion des sympathischen Nervensystems die Ejakulation ausgelöst, während eine normale Azetylcholinausschüttung - die vom Rückenmarksystem gesteuert wird und eine Gefässerweiterung im Schwammgewebe des Penis und damit die Erektion hervorruft - die "beschleunigende" Wirkung von Sympathin und Adrenalin neutralisiert.
Damit die Beherrschung der Ejakulation möglich ist, muss die parasympathische Reizung stärker sein als die orthosympathische.
Mit leicht anwendbaren Mitteln besteht die Wirkung der Therapie von Dr. Assal und Dr. Benès in der Neutralisierung der "Beschleunigungseffekte" und gleichzeitigen Verstärkung der "Bremseffekte". Die Entfernung zwischen den "Beschleunigungs-
effekten" und den "Bremseffekten" ist sehr kurz. Es sind eigentlich nur ein paar Sekunden. Gerade die paar Sekunden, die Ihnen fehlen, damit Ihr Ejakulationsreflex in Aktion treten kann. Ungefähr wie die paar Sekunden, die Ihnen fehlen, wenn Sie den Zug oder Autobus verpassen, der Ihnen vor der Nase davonfährt : Obwohl Sie ihn nur ganz knapp verpasst haben, fährt er ohne Sie ab. Ihr Problem besteht darin, dass Sie die Verbindung mit den "Bremseffekten" verpassen, die Ihnen die Beherrschung der Ejakulation ermöglichen.
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